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Heinrich Böll Serigrafie mit original handschriftlichen und zeichnerischen Elementen.

Limitierte Auflage auf 250g Somerset Velvet Premium Cotton Büttenpapier.

Nummeriert und signiert in einer Auflage von 100. Die limitierte Edition wird ohne Rahmen und in einer festen Versandhülse geliefert. Illustriert, designed und von Hand im Siebdruckverfahren von Kikisoso Creative in Köln gedruckt.

KOSTENFREIE LIEFERUNG INNERHALB DEUTSCHLAND

Format: approx. 37cm x 55 cm
Bedruckte Fläche: 28cm x 36cm
Papier: Somerset Velvet Premium Cotton Büttenpapier

Mit dem Erscheinen der letzten drei von insgesamt 27 Bänden hat das von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstütze Editionsprojekt nach neun Jahren seinen Abschluss gefunden. Wer das Schicksal zahlreicher Editionsprojekte kennt, die nach etlichen Jahren der Förderung nicht einen Band herausgebracht haben, kann die hier erbrachte Leistung ermessen.

Die im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienene Ausgabe bietet sämtliche zu Lebzeiten Heinrich Bölls publizierten Texte in gattungsübergreifender, der Chronologie ihrer Veröffentlichung entsprechender Reihenfolge. Die aus dem Nachlass in dieser Ausgabe erstmals veröffentlichten Texte wurden gemäß ihrer Entstehungszeit aufgenommen.

Jeder Band enthält einen editorischen Anhang mit Informationen zur Textentstehung, zum zeitgeschichtlichen und biographischen Hintergrund sowie einen ausführlichen Stellenkommentar, der die zeitgeschichtlichen Verweise erläutert. Ein Personen- und Titelregister sowie ein Literaturverzeichnis schließen jeden Band ab.

Das Projekt einer kommentierten Werkausgabe Heinrich Bölls war von Anfang an auch ein Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung. Schon vor dem eigentlichen Start zu der nun vorliegenden Ausgabe initiierte sie im Mai 1995 ein editionswissenschaftliches Kolloquium. An dieser Kölner Konferenz, die ohne die Unterstützung der Erbengemeinschaft Heinrich Bölls sowie des Heinrich-Böll-Archivs der Stadt Köln, namentlich ihres Leiters Viktor Böll, nicht zustande gekommen wäre, diskutierten die Herausgeber namhafter Großeditionen wie u.a. der Brecht-Ausgabe, der Ausgabe der Werke Heinrich von Kleists, die Herausgeber der Editionen von Günter Grass und Uwe Johnson die Anforderungen, denen eine Werkausgabe Heinrich Bölls gerecht werden müsste.

Den nächsten Schritt und gleichsam den Auftakt zur Kölner Ausgabe in der nunmehr vorliegenden Form unternahm die Stiftung 1998 mit der Publikation der Broschüre Einem Autor folgen… Die in Kooperation mit der Erbengemeinschaft entstandene und im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienene Einführung zur Kölner Ausgabe präsentiert die Editionsprinzipen und demonstriert am Beispiel von zwei Probetexten den Aufbau des wissenschaftlichen Anhangs.

Im Jahr 2001 folgten dann die maßgeblichen Schritte zur technischen Realisation der Ausgabe. Von der Herstellungsleitung des Verlags angestoßen und weitergeführt von zwei Informatikern der Universität Siegen, wurde eine spezielle Software entwickelt, die es ermöglicht, das gesamte erschlossene Korpus in einer umfangreichen digitalen Datenbank zu sichern und zur Grundlage für alle zukünftigen Ausgaben zu machen.  Zudem stellte die an der Siegener Universität eingerichtete Arbeitsstelle eine zentrale digitale Arbeitsplattform zur Verfügung, die die Kommunikation zwischen den über verschiedene Länder verteilten Herausgebern erleichterte.

Parallel dazu wurden von der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln, der Erbengemeinschaft und der Universität Siegen regelmäßig Editionskonferenzen veranstaltet, die speziell der Vorbereitung der jeweils vom Editionsplan vorgesehenen Bände galten. Neben der Besprechung von editorischen Einzelfragen, die sich für jeden Band neu stellten, widmeten sich vor allem die ersten Konferenzen der Sichtung und Auswertung des von Annemarie und René Böll zur Verfügung gestellten und bis zur Übergabe an das Historische Archiv der Stadt Köln 2009 im Besitz der Erbengemeinschaft befindlichen Privatnachlasses. Im Gespräch von Herausgebern und Erbengemeinschaft konnte so aus dem in diesem Nachlass überlieferten Fundus von Texten eine repräsentative Auswahl geschaffen werden, die Heinrich Bölls Schreibanfänge in den 1930er Jahren dokumentiert.

Im November 2002 erschienen die ersten drei Bände der Ausgabe. Im festlichen Rahmen wurden sie vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder in den Räumen des Wallraf-Richartz-Museums vorgestellt. Seitdem erschienen in insgesamt sieben weiteren Folgen jährlich zur Buchmesse drei weitere Bände. Mit der Präsentation der neunten Lieferung, wiederum im November, findet die Ausgabe im Beisein von Staatsminister Bernd Neumann als Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien in einem festlichen Akt in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ihren Abschluss.

Das Editionsprojekt der Kölner Ausgabe hat vielfache Förderung erfahren. Neben der Erbengemeinschaft Heinrich Böll, der Stadt Köln und dem Heinrich-Böll-Archiv der StadtBibliothek Köln sowie der Universität Siegen vor allem durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Kunststiftung NRW sowie der Sparkasse KölnBonn. Ihnen sei an dieser Stelle dafür herzlich gedankt.

Die Heinrich-Böll-Stiftung möchte den Abschluss der Ausgabe zum Anlass nehmen, einen besonderen Dank an René Böll auszusprechen. Nicht nur als Vertreter der Erbengemeinschaft, sondern als begleitender Leser des Kommentars und stets hilfsbereiter Ansprechpartner, dessen Hinweise und Anregungen in vielen Einzelfragen zu Klärung und besserem Verständnis beitrugen, hat er das Gelingen dieser im wahrsten Sinne des Wortes großen Ausgabe in nur neun Jahren entscheidend mit befördert.